Bundesregierung streicht Förderung für Sportstätten

Die Ampel-Koalition hat den in der vergangenen Legislatur aufgelegten Bund-Länder-Investitionspakt Sportstätten ohne Vorankündigung ersatzlos gestrichen. Für Kommunen entfällt damit die Möglichkeit, für die Sanierung in die Jahre gekommener Sportanlagen oder Schwimmbäder finanzielle Unterstützung zu erhalten. Lediglich in der vorangegangen Legislatur bewilligte Restmittel werden nach 2022 noch ausbezahlt.

Der Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger kritisiert den Stopp des Programms: „Die Ampel-Koalition setzt dem sehr erfolgreichen Investitionspakt Sportstätten ein abruptes und unerwartetes Ende. Mit Hinblick auf die Energieeffizienz sind Instandhaltungen und Erneuerungsarbeiten bei Sportstätten nicht nur für Sportler, sondern auch für Umwelt- und Klimaschutz nicht wegzudenken. Angesichts des vorherrschenden Sanierungsstaus ist enttäuschend, wie leichtfertig die Bundesregierung dringend benötigte Fördermittel für Sportstätten ersatzlos streicht. Die Bundesregierung muss ein Folgeprogramm auflegen.“

“Die Bundesregierung muss ein Folgeprogramm auflegen.”

Steffen Bilger MdB

Auch der Wahlkreis Ludwigsburg profitierte unmittelbar vom Förderprogramm. Der Bund förderte die Sanierung der Sport- und Kulturhalle Sersheim mit 930.833 Euro. Der kommunale Eigenanteil betrug 10 Prozent, während Bund und Länder insgesamt 90 Prozent der Kosten trugen.

Durch das Förderprogramm konnten innerhalb kurzer Zeit viele Projekte angegangen werden. Alleine in Baden-Württemberg stellte der erst 2020 eingeführte Investitionspakt die Finanzierung von 57 Sporteinrichtungen sicher. „Sport ist wichtig für die Gesundheit und für das persönliche Wohlbefinden. Insbesondere nach den letzten beiden Jahren sollte klar sein: Sport ist ein existenzieller Teil des Gesundheitsvorsorge. Durch den Finanzierungsstopp der Ampel wird Kommunen die Durchführung von Projekten wie in Sersheim vehement erschwert. Leistungs- und Freizeitsportler sind letztendlich die Leidtragenden der übereilt beschlossenen Einsparungen. Das ist alles andere als zielführend.“

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